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Ärzte Zahnärzte — gleiche Struktur, getrennte Bestände.
Die neue Ärzte-ZV ist in Kraft — Anstellungsgenehmigungen gelten künftig automatisch nach Fristablauf. Das BMG plant ein MVZ-Transparenzregister, und das BSG begrenzt Honorarrückforderungen nach Plausibilitätsprüfungen.
Anstellungen in Zahnarztpraxen und Z-MVZ werden schneller genehmigt. Das BSG schafft Kalkulationssicherheit bei der Degression, Nordrhein verschärft die Regeln zur Außendarstellung von Praxisstrukturen.
Nach dieser älteren Rechtsprechung durfte die KV bei implausiblen Zeitprofilen den Umfang der Honorarrückforderung im Wege einer pauschalen Schätzung bestimmen; an die Mitwirkung des Vertragsarztes wurden nur geringe Anforderungen gestellt.
ÜBERHOLT: Diese Maßstäbe sind durch die Entscheidung vom 18.03.2026 (B 6 KA 3/25 R) fortentwickelt worden — pauschale Schätzungen ohne Auseinandersetzung mit dem Vorbringen des Arztes sind danach rechtswidrig. Für Altverfahren kann der frühere Maßstab noch relevant sein.
| ID | MED-2024-0312 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Bundessozialgericht (BSG) |
| Dokumententyp | Urteil |
| Veröffentlichung | 11.09.2024 |
| Aktenzeichen | B 6 KA 8/23 R |
| Rechtsgebiet | Honorar- und Abrechnungsrecht |
| Themen | Honorar- und Abrechnungsrecht, Compliance |
| Status | Überholt — ersetzt durch MED-2026-0084 |
| Originalquelle | www.bsg.bund.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-03-19 11:37 Uhr |
Die Erstregelung führte die ePA als Opt-out-Modell ein und verpflichtete Vertragsärzte zur Befüllung mit Befunddaten in einfacher Form; Sanktionen bei fehlender Anbindung waren moderat ausgestaltet.
ÜBERHOLT: Die zweite Ausbaustufe (BGBl. 2026 I Nr. 22) erweitert die Befüllungspflichten auf strukturierte Laborbefunde und Medikationslisten und verschärft die Sanktionen. Die Erstregelung bleibt für Sachverhalte bis zum 15.01.2026 maßgeblich.
| ID | MED-2023-0187 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Bundesgesetzblatt |
| Dokumententyp | Gesetz |
| Veröffentlichung | 20.12.2023 |
| Aktenzeichen | BGBl. 2023 I Nr. 359 |
| Rechtsgebiet | Digitalisierung |
| Themen | Digitalisierung, Datenschutz und Schweigepflicht |
| Status | Überholt — ersetzt durch MED-2026-0009 |
| Originalquelle | www.recht.bund.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-01-16 09:50 Uhr |
Die KBV informiert über die zum 01.10.2026 in Kraft tretenden EBM-Änderungen. Kern sind neue Zuschlagspositionen für Videosprechstunden in der hausärztlichen Versorgung sowie angepasste Abrechnungsvoraussetzungen für telemedizinische Konsile. Die Obergrenze für telemedizinisch erbrachte Leistungen je Quartal wird angehoben.
Praxen sollten ihre Abrechnungsprozesse und Praxissoftware vor dem 01.10.2026 anpassen. Für telemedizinisch aktive Praxen ergeben sich spürbare Honorareffekte; die neuen Dokumentationsanforderungen sind zu beachten.
| ID | MED-2026-0148 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) |
| Dokumententyp | Rundschreiben |
| Veröffentlichung | 14.07.2026 |
| Aktenzeichen | — |
| Rechtsgebiet | Honorar- und Abrechnungsrecht |
| Themen | Honorar- und Abrechnungsrecht, Vertragsarztrecht, Digitalisierung |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.kbv.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-07-14 09:20 Uhr |
Der G-BA hat eine Anpassung der Verhältniszahlen in der Arztgruppe der Psychotherapeuten beschlossen. In ländlichen Planungsbereichen werden zusätzliche Niederlassungsmöglichkeiten geschaffen; zugleich werden Sonderbedarfskriterien präzisiert. Der Beschluss steht unter dem Vorbehalt der Nichtbeanstandung durch das BMG.
Niederlassungswillige Psychotherapeutinnen und -therapeuten sollten die Entsperrung einzelner Planungsbereiche beobachten. Für laufende Sonderbedarfsanträge gelten die präzisierten Kriterien.
| ID | MED-2026-0151 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) |
| Dokumententyp | Beschluss |
| Veröffentlichung | 16.07.2026 |
| Aktenzeichen | — |
| Rechtsgebiet | Bedarfsplanung |
| Themen | Bedarfsplanung, Zulassungsrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.g-ba.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-07-16 14:05 Uhr |
Das BSG hat die Kriterien für die Bewerberauswahl im Nachbesetzungsverfahren nach § 103 Abs. 4 SGB V konkretisiert. Bewirbt sich ein MVZ neben niederlassungswilligen Einzelbewerbern, darf der Zulassungsausschuss die Trägerstruktur des MVZ und Belange der Versorgungskontinuität in die Ermessensentscheidung einstellen. Eine schematische Bevorzugung von Einzelbewerbern ist ebenso unzulässig wie deren pauschale Nachrangigkeit.
Zulassungsausschüsse müssen Auswahlentscheidungen künftig detaillierter begründen. MVZ-Träger sollten ihre Bewerbungsunterlagen um Angaben zu Versorgungskonzept und Trägerstruktur ergänzen; unterlegene Bewerber erhalten bessere Angriffspunkte für Rechtsmittel.
| ID | MED-2026-0139 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Bundessozialgericht (BSG) |
| Dokumententyp | Urteil |
| Veröffentlichung | 12.05.2026 |
| Aktenzeichen | B 6 KA 11/25 R |
| Rechtsgebiet | Zulassungsrecht |
| Themen | Nachbesetzungsverfahren, Zulassungsrecht, MVZ, Vertragsarztrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.bsg.bund.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-05-13 08:41 Uhr |
Die Novelle der Ärzte-ZV ist zum 01.06.2026 in Kraft getreten. Genehmigungsverfahren für die Anstellung von Fachärztinnen und Fachärzten werden beschleunigt (Genehmigungsfiktion nach Fristablauf), Umwandlungen zwischen Zulassung und Anstellung werden flexibilisiert und die Anforderungen an Nebenbetriebsstätten neu geordnet.
Praxen und MVZ können Anstellungen schneller realisieren; die Genehmigungsfiktion erfordert saubere Antragsdokumentation. Bestehende Anstellungsgenehmigungen bleiben unberührt, Umwandlungsvorhaben sollten neu bewertet werden.
| ID | MED-2026-0121 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Bundesgesetzblatt |
| Dokumententyp | Gesetz |
| Veröffentlichung | 01.06.2026 |
| Aktenzeichen | BGBl. 2026 I Nr. 178 |
| Rechtsgebiet | Zulassungsrecht |
| Themen | Zulassungsrecht, Angestellte Ärzte, Vertragsarztrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.recht.bund.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-06-02 10:12 Uhr |
Das BMG hat den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Transparenz in der ambulanten Versorgung vorgelegt. Vorgesehen sind ein bundesweites MVZ-Transparenzregister mit Offenlegung der Trägerketten, eine Kennzeichnungspflicht auf Praxisschildern sowie räumliche und fachliche Gründungsbeschränkungen für krankenhausgetragene MVZ mit Finanzinvestoren-Beteiligung.
MVZ-Träger und Investoren sollten Beteiligungsstrukturen frühzeitig auf die geplanten Offenlegungspflichten prüfen. Für geplante Transaktionen im MVZ-Bereich entsteht regulatorische Unsicherheit; das Gesetzgebungsverfahren sollte eng begleitet werden.
| ID | MED-2026-0117 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Bundesministerium für Gesundheit (BMG) |
| Dokumententyp | Referentenentwurf |
| Veröffentlichung | 30.05.2026 |
| Aktenzeichen | — |
| Rechtsgebiet | MVZ |
| Themen | MVZ, Gesellschaftsrecht, Compliance, Vertragsarztrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.bundesgesundheitsministerium.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-05-30 16:44 Uhr |
Der BGH hat entschieden, dass gesellschaftsvertragliche Abfindungsklauseln in ärztlichen Berufsausübungsgemeinschaften, die den ideellen Praxiswert (Goodwill) vollständig ausschließen, einer Inhaltskontrolle standhalten können, wenn der ausscheidende Gesellschafter seinen Patientenstamm mitnehmen darf und kein umfassendes Wettbewerbsverbot vereinbart ist. Die Gesamtwürdigung der Vertragsarchitektur ist maßgeblich.
Bestehende BAG-Verträge sollten auf die Ausgewogenheit von Abfindungs-, Wettbewerbs- und Patientenmitnahmeregelungen überprüft werden. Bei Neugründungen bietet das Urteil Gestaltungssicherheit für Goodwill-Ausschlüsse in geeigneten Konstellationen.
| ID | MED-2026-0102 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Bundesgerichtshof (BGH) |
| Dokumententyp | Urteil |
| Veröffentlichung | 22.04.2026 |
| Aktenzeichen | II ZR 84/24 |
| Rechtsgebiet | Gesellschaftsrecht |
| Themen | Gesellschaftsrecht, BAG, Berufsrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.bundesgerichtshof.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-04-23 09:02 Uhr |
Das BSG hat die Anforderungen an sachlich-rechnerische Richtigstellungen nach Plausibilitätsprüfungen präzisiert. Auffällige Zeitprofile begründen allein noch keine Kürzung; die KV muss dem Vertragsarzt konkret Gelegenheit geben, die Auffälligkeiten zu erklären, und Besonderheiten der Praxisstruktur (Delegation, Geräteleistungen, Jobsharing) berücksichtigen. Eine pauschale Schätzung ohne Auseinandersetzung mit dem Vorbringen ist rechtswidrig.
Vertragsärzte in laufenden Plausibilitätsverfahren sollten Praxisbesonderheiten umfassend dokumentieren und vortragen. KVen müssen Rückforderungsbescheide individueller begründen; bereits ergangene Bescheide können angreifbar sein.
Diese Fassung ersetzt frühere Rechtsstände. Die Vorversionen werden nicht gelöscht und bleiben abrufbar:
| ID | MED-2026-0084 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Bundessozialgericht (BSG) |
| Dokumententyp | Urteil |
| Veröffentlichung | 18.03.2026 |
| Aktenzeichen | B 6 KA 3/25 R |
| Rechtsgebiet | Honorar- und Abrechnungsrecht |
| Themen | Honorar- und Abrechnungsrecht, Compliance, Vertragsarztrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.bsg.bund.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-03-19 11:37 Uhr |
Das BVerfG hat eine Verfassungsbeschwerde gegen die Ablehnung einer Zulassung in einem gesperrten Planungsbereich nicht zur Entscheidung angenommen. Die Kammer bekräftigt, dass Zulassungsbeschränkungen als Berufsausübungsregelungen durch das Gemeinwohlziel der Sicherstellung einer bedarfsgerechten Versorgung gerechtfertigt sind, solange Sonderbedarfs- und Härtefallregelungen eine Einzelfallkorrektur ermöglichen.
Die verfassungsrechtliche Grundlage der Bedarfsplanung bleibt gefestigt. Für Mandanten in gesperrten Bereichen bleiben Sonderbedarf, Jobsharing und Anstellungsmodelle die maßgeblichen Gestaltungswege.
| ID | MED-2026-0061 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Bundesverfassungsgericht (BVerfG) |
| Dokumententyp | Beschluss |
| Veröffentlichung | 04.02.2026 |
| Aktenzeichen | 1 BvR 2154/24 |
| Rechtsgebiet | Zulassungsrecht |
| Themen | Zulassungsrecht, Bedarfsplanung, Berufsrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.bundesverfassungsgericht.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-02-05 08:15 Uhr |
Mit der Gesetzesänderung werden die Pflichten der Vertragsärzte zur Befüllung der ePA (Opt-out) erweitert: Laborbefunde und Medikationslisten sind strukturiert einzustellen. Zugleich werden die TI-Finanzierungspauschalen neu gestaffelt und Sanktionsregelungen bei fehlender ePA-Anbindung verschärft.
Praxen müssen Prozesse zur strukturierten Befunddokumentation etablieren und die Fristen zur ePA-Anbindung beachten. Honorarabzüge bei Nichtanbindung steigen ab dem 3. Quartal 2026.
Diese Fassung ersetzt frühere Rechtsstände. Die Vorversionen werden nicht gelöscht und bleiben abrufbar:
| ID | MED-2026-0009 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Bundesgesetzblatt |
| Dokumententyp | Gesetz |
| Veröffentlichung | 15.01.2026 |
| Aktenzeichen | BGBl. 2026 I Nr. 22 |
| Rechtsgebiet | Digitalisierung |
| Themen | Digitalisierung, Datenschutz und Schweigepflicht, Vertragsarztrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.recht.bund.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-01-16 09:50 Uhr |
Das LSG NRW hat eine Zulassungsentziehung wegen wiederholter Abrechnungsverstöße bestätigt, zugleich aber die Anforderungen an die Verhältnismäßigkeit konkretisiert: Vor der Entziehung ist zu prüfen, ob mildere Mittel wie Disziplinarmaßnahmen oder Auflagen ausreichen. Ein Wohlverhalten im laufenden Verfahren ist nach der geänderten BSG-Rechtsprechung nur noch eingeschränkt zu berücksichtigen.
In Entziehungsverfahren kommt der frühzeitigen Verteidigung und der Etablierung wirksamer Compliance-Strukturen entscheidende Bedeutung zu. Die Entscheidung liefert Argumentationsmuster für die Verhältnismäßigkeitsrüge.
| ID | MED-2026-0128 |
| Ebene | Land |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Quelle | Landessozialgericht NRW |
| Dokumententyp | Urteil |
| Veröffentlichung | 08.04.2026 |
| Aktenzeichen | L 11 KA 9/25 |
| Rechtsgebiet | Zulassungsrecht |
| Themen | Zulassungsrecht, Compliance, Vertragsarztrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.lsg.nrw.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-04-09 13:22 Uhr |
Die Vertreterversammlung der KV Nordrhein hat Änderungen des HVM beschlossen. Die Zuweisung der Regelleistungsvolumina wird stärker an Fallwerten des Vorjahresquartals ausgerichtet; für neu niedergelassene Ärzte gelten verlängerte Aufbauphasen. Zudem werden Zuschläge für Praxen in unterversorgten Regionen eingeführt.
Praxen im KV-Bezirk Nordrhein sollten die Auswirkungen auf ihr individuelles RLV prüfen. Für Praxisneugründungen und -übernahmen verbessern sich die Kalkulationsgrundlagen.
| ID | MED-2026-0133 |
| Ebene | Land |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Quelle | KV Nordrhein |
| Dokumententyp | Rundschreiben |
| Veröffentlichung | 12.06.2026 |
| Aktenzeichen | — |
| Rechtsgebiet | Honorar- und Abrechnungsrecht |
| Themen | Honorar- und Abrechnungsrecht, Vertragsarztrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.kvno.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-06-12 15:30 Uhr |
Die Kammerversammlung hat die Berufsordnung geändert. Die ausschließliche Fernbehandlung ist künftig im Einzelfall zulässig, wenn dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche Sorgfalt gewahrt wird; die bisherige Beschränkung auf Modellprojekte entfällt. Zugleich werden die Vorgaben zur berufswidrigen Werbung an die Rechtsprechung zu Bewertungsportalen und Social Media angepasst.
Telemedizinische Angebote können im Kammerbezirk rechtssicherer ausgestaltet werden. Praxen sollten ihre Außendarstellung (Website, Social Media) an die neuen Werberegeln anpassen.
| ID | MED-2026-0111 |
| Ebene | Land |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Quelle | Ärztekammer Nordrhein |
| Dokumententyp | Richtlinie |
| Veröffentlichung | 05.05.2026 |
| Aktenzeichen | — |
| Rechtsgebiet | Berufsrecht |
| Themen | Berufsrecht, Digitalisierung |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.aekno.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-05-06 10:08 Uhr |
Die KV Westfalen-Lippe hat die Förderrichtlinie ihres Strukturfonds erweitert. Investitionszuschüsse und Umsatzgarantien für Neuniederlassungen und Filialgründungen in unterversorgten Regionen werden angehoben; erstmals werden auch Anstellungen in Zweigpraxen gefördert. Anträge sind vor Aufnahme der Tätigkeit zu stellen.
Niederlassungswillige Ärztinnen und Ärzte im Bezirk Westfalen-Lippe sollten Förderfähigkeit und Antragsfristen frühzeitig prüfen — die Förderung kann Standortentscheidungen wirtschaftlich deutlich verändern.
| ID | MED-2026-0136 |
| Ebene | Land |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Quelle | KV Westfalen-Lippe |
| Dokumententyp | Rundschreiben |
| Veröffentlichung | 25.06.2026 |
| Aktenzeichen | — |
| Rechtsgebiet | Honorar- und Abrechnungsrecht |
| Themen | Honorar- und Abrechnungsrecht, Bedarfsplanung, Vertragsarztrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.kvwl.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-06-25 10:40 Uhr |
Die Kammerversammlung der Ärztekammer Westfalen-Lippe hat die Weiterbildungsordnung angepasst. Weiterbildungszeiten in Teilzeit werden großzügiger anerkannt, Verbundweiterbildungen zwischen Klinik und Praxis vereinfacht und die Befugniserteilung für ambulante Weiterbildungsstätten entbürokratisiert.
Praxen im Kammerbezirk können leichter Weiterbildungsbefugnisse erlangen und Ärztinnen und Ärzte in Teilzeitmodellen ausbilden — relevant für Personalgewinnung und Nachfolgeplanung.
| ID | MED-2026-0104 |
| Ebene | Land |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Quelle | Ärztekammer Westfalen-Lippe |
| Dokumententyp | Richtlinie |
| Veröffentlichung | 30.04.2026 |
| Aktenzeichen | — |
| Rechtsgebiet | Berufsrecht |
| Themen | Berufsrecht, Qualitätssicherung, Angestellte Ärzte |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.aekwl.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-04-30 13:15 Uhr |
Das Bayerische LSG hat entschieden, dass die Genehmigung einer Jobsharing-Anstellung nicht mit der Auflage verbunden werden darf, bestimmte genehmigungspflichtige Leistungen generell auszuschließen, sofern der angestellte Arzt die Qualifikationsvoraussetzungen erfüllt. Die Leistungsbegrenzung bezieht sich auf das Abrechnungsvolumen, nicht auf das Leistungsspektrum.
Jobsharing-Konstellationen können fachlich breiter aufgestellt werden. Bestehende Genehmigungen mit Leistungsausschlüssen sollten auf Abänderungsmöglichkeiten geprüft werden.
| ID | MED-2026-0092 |
| Ebene | Land |
| Bundesland | Bayern |
| Quelle | Bayerisches Landessozialgericht |
| Dokumententyp | Urteil |
| Veröffentlichung | 27.03.2026 |
| Aktenzeichen | L 12 KA 41/25 |
| Rechtsgebiet | Vertragsarztrecht |
| Themen | Angestellte Ärzte, Zulassungsrecht, Vertragsarztrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.lsg.bayern.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-03-28 09:44 Uhr |
Nach dieser älteren Entscheidung war die Jahrespunktmenge der Degression auch dann ungekürzt anzusetzen, wenn sich die Praxisstruktur (etwa durch Anstellungen) erst im Jahresverlauf änderte.
ÜBERHOLT: Mit Urteil vom 15.04.2026 (B 6 KA 27/25 R) hat das BSG die zeitanteilige Quotelung eingeführt. Für abgeschlossene Altjahre bleibt der frühere Maßstab von Bedeutung.
| ID | DENT-2024-0102 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Bundessozialgericht (BSG) |
| Dokumententyp | Urteil |
| Veröffentlichung | 05.06.2024 |
| Aktenzeichen | B 6 KA 19/23 R |
| Rechtsgebiet | Honorar- und Abrechnungsrecht |
| Themen | Honorar- und Abrechnungsrecht |
| Status | Überholt — ersetzt durch DENT-2026-0044 |
| Originalquelle | www.bsg.bund.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-04-16 08:30 Uhr |
Das BSG hat klargestellt, wie die Punktmengengrenzen der zahnärztlichen Degression bei unterjähriger Aufnahme einer Anstellung zu berechnen sind. Die Grenzwerte sind zeitanteilig zu quoteln; eine volle Anrechnung der Jahrespunktmenge auf einen Teilzeitraum ist unzulässig.
Zahnarztpraxen mit unterjährigen Personalveränderungen sollten Degressionsbescheide überprüfen. Für die Personalplanung ergibt sich mehr Kalkulationssicherheit.
Diese Fassung ersetzt frühere Rechtsstände. Die Vorversionen werden nicht gelöscht und bleiben abrufbar:
| ID | DENT-2026-0044 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Bundessozialgericht (BSG) |
| Dokumententyp | Urteil |
| Veröffentlichung | 15.04.2026 |
| Aktenzeichen | B 6 KA 27/25 R |
| Rechtsgebiet | Honorar- und Abrechnungsrecht |
| Themen | Honorar- und Abrechnungsrecht, Vertragsarztrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.bsg.bund.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-04-16 08:30 Uhr |
Die KZBV informiert über die zum 01.07.2026 wirksamen Änderungen der BEMA-Abrechnungsbestimmungen zur UPT. Die Frequenzregelungen werden flexibilisiert und die Dokumentationsanforderungen für die Verlängerung der Behandlungsstrecke präzisiert.
Praxen sollten die PAR-Dokumentation an die neuen Vorgaben anpassen; Abrechnungsausschlüsse bei Frequenzüberschreitungen entfallen in bestimmten Konstellationen.
| ID | DENT-2026-0051 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) |
| Dokumententyp | Rundschreiben |
| Veröffentlichung | 20.06.2026 |
| Aktenzeichen | — |
| Rechtsgebiet | Honorar- und Abrechnungsrecht |
| Themen | Honorar- und Abrechnungsrecht, Qualitätssicherung |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.kzbv.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-06-20 12:10 Uhr |
Parallel zur Ärzte-ZV wurde die Zahnärzte-ZV novelliert. Auch hier gelten künftig beschleunigte Genehmigungsverfahren für Anstellungen mit Genehmigungsfiktion sowie erleichterte Umwandlungen zwischen Zulassung und Anstellung. Besonderheiten gelten für zahnmedizinische Versorgungszentren (Z-MVZ) mit Krankenhausbeteiligung.
Zahnarztpraxen und Z-MVZ profitieren von schnelleren Anstellungsverfahren. Die Sonderregeln für Z-MVZ-Gründungen sollten bei Transaktionen beachtet werden.
| ID | DENT-2026-0037 |
| Ebene | Bund |
| Bundesland | — |
| Quelle | Bundesgesetzblatt |
| Dokumententyp | Gesetz |
| Veröffentlichung | 01.06.2026 |
| Aktenzeichen | BGBl. 2026 I Nr. 179 |
| Rechtsgebiet | Zulassungsrecht |
| Themen | Zulassungsrecht, Angestellte Ärzte, MVZ |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.recht.bund.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-06-02 10:15 Uhr |
Die Vertreterversammlung der KZV Westfalen-Lippe hat den Honorarverteilungsmaßstab angepasst. Die Punktwerte werden quartalsbezogen neu kalkuliert, die Härtefallregelung für Praxen mit atypischer Fallstruktur wird erweitert und die Antragsfrist verlängert.
Zahnarztpraxen im Bezirk Westfalen-Lippe sollten ihre Honorarbescheide auf die neue Systematik prüfen; für Praxen mit besonderer Fallstruktur lohnt die erweiterte Härtefallregelung.
| ID | DENT-2026-0046 |
| Ebene | Land |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Quelle | KZV Westfalen-Lippe |
| Dokumententyp | Rundschreiben |
| Veröffentlichung | 28.05.2026 |
| Aktenzeichen | — |
| Rechtsgebiet | Honorar- und Abrechnungsrecht |
| Themen | Honorar- und Abrechnungsrecht, Vertragsarztrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.zahnaerzte-wl.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-05-28 09:05 Uhr |
Das LSG NRW hat im einstweiligen Rechtsschutz die Maßstäbe für die Genehmigung zahnärztlicher Zweigpraxen konkretisiert. Eine Versorgungsverbesserung am weiteren Ort liegt bereits vor, wenn das Leistungsangebot dort qualitativ erweitert wird; auf eine quantitative Unterversorgung kommt es nicht an.
Die Entscheidung erleichtert die Gründung von Zweigpraxen im Bezirk. Antragsbegründungen sollten das qualitative Zusatzangebot in den Mittelpunkt stellen.
| ID | DENT-2026-0048 |
| Ebene | Land |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Quelle | Landessozialgericht NRW |
| Dokumententyp | Beschluss |
| Veröffentlichung | 19.05.2026 |
| Aktenzeichen | L 11 KA 22/26 B ER |
| Rechtsgebiet | Zulassungsrecht |
| Themen | Zulassungsrecht, Vertragsarztrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.lsg.nrw.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-05-20 09:00 Uhr |
Die Kammerversammlung hat die Berufsordnung geändert. Präzisiert werden die Grenzen gewerblicher Beteiligungen an zahnärztlichen Praxisstrukturen sowie die zulässigen Bezeichnungen für Praxisgemeinschaften, BAG und Z-MVZ in der Außendarstellung. Irreführende Ketten-Bezeichnungen ohne Angabe des Trägers sind unzulässig.
Praxen und Z-MVZ im Kammerbezirk sollten Praxisschilder, Websites und Briefköpfe auf die neuen Bezeichnungsvorgaben prüfen.
| ID | DENT-2026-0053 |
| Ebene | Land |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Quelle | Zahnärztekammer Nordrhein |
| Dokumententyp | Richtlinie |
| Veröffentlichung | 08.07.2026 |
| Aktenzeichen | — |
| Rechtsgebiet | Berufsrecht |
| Themen | Berufsrecht, Gesellschaftsrecht |
| Status | Aktuelle Fassung |
| Originalquelle | www.zaek-nr.de ↗ |
| Aktualisiert | 2026-07-08 11:25 Uhr |